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Die Ersteinrichtung eines Aquariums

Die wichtigste Ausrüstung:
Kurz und Bündig
  1. Aquarium mit Unterschrank
  2. Dämmmatte zwischen Aquarium und Unterschrank
  3. Aquarienabdeckung. Mit oder ohne Fassung für Leuchtstoffröhren.
  4. Filterpumpe. Externe oder interne Ausführung
  5. Schläuche und Anschlüsse zur Wasserfilterung bei externen Pumpen.
  6. Beleuchtung. Röhren oder HQL bzw. HQI-Leuchten
  7. Zeitschaltuhr für die Beleuchtung.
  8. Heizung. Heizstab oder besser Bodenheizung (wenn nicht in der Pumpe integriert).
  9. CO2-Dosieranlage mit pH-Mess- und Regelgerät wenn Fische gepflegt werden sollen, die einen pH-Wert unter 7 benötigen.
  10. Umkehr-Osmose Gerät zur Herstellung von Weichwasser wenn entsprechende Fische und Pflanzen gepflegt werden sollen.
  11. Zubehör wie Käscher, Scheibenreiniger, Mulmsauger
  12. Bodengrund. Ausreichend um das Becken 8-10cm hoch zu füllen.
  13. Wasserpflanzen. Zur Ersteinrichtung bevorzugt schnellwachsende Arten.
  14. Wassertest-Set. Zur Wasseranalyse von KH, Nitrat, Nitrit und Phospat.
  15. Dekorative Hintergrundfolie nach Geschmack.
1. Das Aquarium
Nachdem der Standort des Aquariums feststeht, hat man die Wahl zwischen vielen Varianten und Formen. Die gebräuchlichste Form für die Aufstellung an einer Wand oder als Raumtrenner ist die rechteckige Form, die es auch mit vorne abgeschrägten Ecken gibt. Bauformen mit rundem Glas neigen dazu, die Sicht nach innen zu verzerren. Kubische Formen sind gedacht für die Aufstellung mitten im Raum.
Wichtig sind die Maße. Hier sollte man auch an die spätere Pflege denken. Ein guter Kompromiss wäre zum Beispiel eine Beckenhöhe von 60cm. Sie bietet den Pflanzen genug Raum zum wachsen und den Armen des Pflegers die Möglichkeit bis an den Boden zu gelangen.
Ebenso hat sich die Beckentiefe von 50 - 60 cm als Standard definiert. Für besondere Aufstellungen kann man sich bei vielen Herstellern auch ein Aquarium nach Maß anfertigen lassen. Das ist meist nicht viel teurer als ein Aquarium mit Standardmaßen.

! Aquarien mit weniger als 80 Liter können als Tierquälerei durchgehen. Abgesehen davon wird es schwierig ein stabiles biologisches Gleichgewicht zu erhalten. Gerade Anfänger werden daran scheitern.

2. Der Unterschrank
Für eine freie Aufstellung eignen sich die, meist im Verbund mit dem Aquarium, angebotenen Unterschränke am besten. Sie sind speziell für das Gewicht des Aquariums ausgelegt. Zudem sind sie wasserfest verleimt (Holz) und mit allen notwendigen Öffnungen für die Aquarientechnik ausgerüstet.
Auch hier können gute Hersteller auf die individuellen Wünsche bezüglich Material und Farbe des Kunden eingehen.
Die Lieferung des Aquariums samt Unterschrank sollte im Preis des Anbieter natürlich enthalten sein. Das Gewicht eines leeren 150 cm Glasbeckens mit 1 cm starkem Glas ist nicht zu unterschätzen !

3. Dämmmatte
Zwischen Unterschrank bzw. Standfläche gehört unbedingt eine Dämmmatte die Unebenheiten ausgleichen kann. Das Gewicht des Aquarium muss gleichmäßig verteilt werden. Fremdstoffe zwischen Standfläche und Glas in Sandkorngröße können zu Rissen im Aquarium führen. Die Stärke der Dämmmatte hängt von der Größe des Aquarium ab.

4. Die Aquarienabdeckung
Hier gibt es 2 verschiedene Lösungen, je nach dem ob das Aquarium komplett geschlossen sein soll oder ob es oben offen bleibt.
Meistens wird sich für die geschlossene Lösung entschieden.
Die Vorteile:
  • springfreudige Fische und unternehmungslustige Schnecken bleiben da wo sie sein sollen.
  • Die Leuchtstoffröhren sind in die Abdeckung integriert.
  • Die Wasserverdunstung ist minimal.
  • Schadstoffe aus der Luft (Zigarettenqualm) können nur schwer ins Wasser gelangen.
  • Die Heizleistung wird geringer.
  • Die Nachteile:
  • Der Bewegungsfreiraum bei der Pflege ist eingeschränkt.

  • Die offene Lösung besteht aus 1 oder mehrer freihängender Leuchten mit HQI oder HQL-Leuchtmittel (Metalldampf-Leuchten).
    Die Vorteile:
  • Pflanzen können über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Manche Arten tun das.
  • Eine Simulation des Sonnenauf- und Untergangs ist möglich durch Dimmen der Lampen oder per motorgetriebener Höhenverstellung.
  • Hohe Lichtausbeute.
  • Die Nachteile:
  • Höherer Stromverbrauch als bei den Leuchtstoffröhren
  • Leuchtmittel sind recht teuer.
  • Wasser verdunstest recht schnell.

  • ! Die Lichtausbeute bei Leuchtstoffröhren kann durch die Montage spezieller Reflektoren erheblich gesteigert werden. Zu beachten ist auch die Tatsache das viele tropische Wasserpflanzen kein zu starkes oder direktes Licht mögen.
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