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Die Wasserhärte

Genau wie beim pH-Wert vertragen unsere Fische und Pflanzen einen bestimmten Bereich der Wasserhärte, innerhalb dessen sie sich wohl fühlen und gedeien.

Die Wasserhärte wird in Grad gemessen und es werden zwei Härten unterschieden. Die wichtigste für uns Aquarianer ist die Karbonathärte (KH), daneben gibt es noch die Gesamthärte (GH). Letztere spielt für unser Aqaurium eine eher untergeordnete Rolle.

Was ist die Karbonathärte (KH)?
Einfach gesagt ist es die Konzentration der im Wasser gelösten Calzium- und Magnesium-Ionen. Sie wird in °dH (Grad deutscher Härte) angegeben. Also °dKH für die Karbonathärte. Bei einem Wert bis 3° ist das Wasser sehr weich. Bei einem Wert unter 7° spricht man allgemein von "weichem Wasser".
Mittelhartes Wasser liegt im Bereich 7 - 14°, hartes Wasser hat einen Wert über 14° und >21° wäre sehr hart.

Was ist die Gesamthärte (GH)?
Per Definition die Konzentration der im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle. Man könnte auch sagen die Karbonathärtebildner + Strontium- und Barium-Ionen. Da diese aber in unserem Leitungswasser in sehr geringen Mengen auftauchen, spielen diese eine weniger große Rolle.

Wie wird die Härte gemessen?
Zur Messung der Karbonat- und Gesamthärte gibt es im Fachhandel Reagenzien. Diese werden einer Probe (5 ml) des Aquarienwassers Tropfen für Tropfen hinzugegeben. Erfolgt ein Farbumschlag, entsprechen die Anzahl der Tropfen der Härte (Titration). Für Karbonat- und Gesamthärte gibt es verschiedene Reagenzien. Eine Alternative sind auch Teststreifen, welche etwas einfacher zu handhaben sind.

Man kann den Wert auch rechnerisch durch messen der Leitfähigkeit im Aquarienwasser ermitteln. Dazu haben wir ebenfalls einen Rechner bereitgestellt.
Jedoch ist das Ergebnis nicht besonders genau, denn andere Stoffe im Wasser wie Nitrat, können die Leitfähigkeit ebenfalls beeinflussen und das Ergebnis verfälschen.

Wie wird die Wasserhärte eingestellt?
Wenn die Wasserhärte zu hoch ist:
Es gibt nur eine für Aquarianer praktikable Lösung. Das wäre ein Wasser- oder Teilwasserwechsel. Wenn unser Leitungswasser höher ist als für unsere Zierfische gut ist, muß dieses mit Weichwasser oder Osmosewasser gemischt werden. In welchem Verhältnis das geschehen muß könnt ihr mit unserem Mischungsrechner errechnen. Osmosewasser gewinnt man mit im Fachhandel erhältlichen Umkehr-Osmoseanlagen. Die sind sehr Kompakt, nehmen wenig Platz in Anspruch und spart die Schlepperei von Kanistern. Zudem entfernen diese Anlagen auch Schadstoffe, Schwermetalle und Nitrat, das im Trinkwasser in Konzentration bis zu 50 mg/l vorkommen darf.

Wenn die Wasserhärte zu niedrig ist:
Für die Pflege von vielen Buntbarschen benötigen wir Wasserhärten, welche vielfach über der des Trinkwassers liegen. Eine Aufhärtung ist mit speziellen Produkten aus dem Zoofachhandel recht einfach möglich.
1,8g Calciumcarbonat erhöht GH und KH in 100 Liter Wasser um 1°dH.
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! Bei einer geringen Karbonathärte bis 2°dH kann der pH-Wert stark schwanken. Die Karbonathärte ist ein Puffer für den pH-Wert. Ist die Karbonathärte jedoch zu hoch, wird es immer schwieriger den pH-Wert unter 7 zu bringen. Das ist dann nur noch mit einer CO2-Dosieranlage möglich.
Kurz und Bündig
Die Karbonathärte gehört zum Puffersystem des Wassers und verhindert starke pH-Wert Schwankungen. Zusammen mit CO2 und organischen Säuren bestimmt diese den pH-Wert des Wassers. Hohe oder niedrige KH-Werte bedeuten hohe oder niedrige pH-Werte. KH wird durch Mischen mit Weich- oder Osmosewasser gesenkt. KH wird durch Zugabe von Calciumcarbonat erhöht.
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