Technikmontage im Aquarium
Der Bodengrund ist eingebracht und eine Bodenheizung wurde, sofern Ihr euch für eine entschieden habt, montiert.Der Aquarienfilter
Jetzt folgt die Montage der Filterpumpe oder Aquarienpumpe. Über die verschiedenen Filter gibt es mehr im Bereich "Technik" zu lesen.
Außenfilter sind sehr verbreitet und Stand der Technik. Sie finden Ihrem Platz im Unterschrank des Aquariums. Die Saugseite der Filterpumpe ist mit einem dickeren Schlauch verbunden, der das Aquarienwasser durch einen Korbaufsatz ansaugt. Der Ansaugkorb sitzt auf einem vorgeformten Rohr das mit Saugnäpfen am Glas befestigt ist. Saugseite und Filterauslauf bringt ihr am besten an den gegeüberliegenden Enden des Aquariums an.
Die Auslaufseite vom Filter ins Aquarium sollte so angebracht sein, dass möglichst wenig Turbolenzen entstehen oder Luftblasen beim Ausströmen ins Wasser eingebracht werden. Am besten ist ein breit gefächerter Auslauf.
Eingeblasener Luftsauerstoff brauchen unsere Fische nicht und er treibt den Pflanzennährstoff CO2 aus dem Wasser heraus, der vieleicht vorher mittels CO2-Dosieranlage hineingebracht wurde. Aquarien-Innenfilter sind ebenfalls auf dem Markt. Diese sind zwar sehr Kompakt und leicht zu warten, besitzen aber wenig Filteroberfläche und nehmen zusätzlichen Platz im Aquarium weg.
Die Aquarien-Heizung
Wenn keine Bodenheizung Verwendung gefunden hat und auch der Filter keine eingebaute Heizung aufweist, wird nun der Heizstab mit Saugnäpfen an seinem Platz montiert. Dieser sollte einerseits versteckt angebracht werden, also an der Rückwand oder den Seiten, andererseits muss er immer leicht zugänglich bleiben und in der Wasserströmung vor dem Auslauf oder dem Ansaugkorb hängen.
Befindet er sich in einer Ecke in der wenig Wasser vorbei kommt, habt ihr im Aquarium keine gleichmäßige Temperaturverteilung.
Die CO2-Dosieranlage
Je nach Anlage besteht diese aus einem Reaktor oder einer CO2 Druckflasche mit Druckminderer. In beiden Fällen wird im Aquarium ein Gerät angebracht in dem sich das CO2 mit dem Wasser "mischt". Der Anbringungsort ist nicht von großer Bedeutung. Diese Geräte verbindet man dann mit einem CO2-beständigen Schlauch (meist Polyamid) mit dem Reaktor oder dem Druckminderer der Druckflasche. Ein Rückschlagventil in diesem Schlauch sollte nicht fehlen. Es verhindert das Wasser über eine Heberwirkung aus dem Aquarium in den Reaktor oder den Druckminderer gelangen kann.
Bei automatischen CO2-Dosieranlagen wird noch eine pH-Sonde im Aquarium montiert. Sie misst ständig den pH-Wert und steuert über den Messumformer ein Magnetventil in der CO2-Dosierleitung an. Die pH-Sonde sollte an einem gut durchströmten Platz im Aquarium angebracht sein.
Wasser marsch!
Je nach gewünschter Wasserhärte füllt ihr nun das Aquarium mit der errechneten Menge eures Leitungswasser. Am besten sehr langsam um den Bodengrund nicht unnötig aufzuwühlen. Dem Leitungswasser wird dann noch ein Aufbereitungsmittel aus dem Fachhandel hinzugegeben. Es bindet Schwermetalle und neutralisiert die Chlorwirkung.
Die verbleibende Menge wird dann mit Weich- bzw. Osmosewasser gefüllt. Das Verhältnis wieviel Leitungs- und wieviel Osmosewasser könnt ihr mit dem Mischungsrechner rausfinden. Bedenkt bitte, das die Produktion mit einem Umkehr-Osmosegerät einige Zeit in Anspruch nimmt.
Die Aquarienheizung kann jetzt in Betrieb genommen und auf den erforderlichen Wert eingestelt werden.
Auch der Filter geht jetzt in Betrieb. Das Wasser für den Außenfilter muss vorher über die Saugleitung angesaugt werden. Da die Pumpen nicht selbstansaugend sind müssen wir das übernehmen. Also mal kurz dran Saugen, wenn Wasser kommt Ventil schliessen und den Schlauch an der Pumpe montieren. Saugventil und Druckventil öffnen und Filter voll laufen lassen. Dann die Pumpe einschalten und kontrollieren ob diese auch pumpt. Wenn nicht befindet sich noch Luft im Filter der da raus muss. Dann müsst ihr wohl nochmal an der Druckseite nuckeln.
Innenfilter sind da einfacher in Betrieb zu nehmen.
Bepflanzung
Hat das Wasser seine Temperatur erreicht folgt die Erstbepflanzung. Die Erstbepflanzung sollte vorzugsweise mit schnellwachsenden Arten stattfinden. Diese sind ein wichtiger Teil des biologischen Systems im Aquarium. Sie produzieren den lebenswichtigen Sauerstoff für unsere Zierfische.
Je nach Geschmack bepflanzt man das Aquarium mit zu den Wasserwerten passenden Pflanzen. Bevor diese in Aquarium gelangen, werden sie abgespült und von Kunststoffkörbchen, Bleib und Steinwolle aus dem Geschäft befreit. Die Steinwolle lässt sich am besten unter fliessendem Wasser ablösen. Die Wurzeln der Pflanzen werden anschliessend auf ca. 1 cm Länge eingekürzt. Das erleichtert das Anwachsen der Pflanzen.
Beim Einpflanzen bitte vorsichtig vorgehen, damit die Wurzel der Pflanzen nicht beschädigt werden. Also nicht die Pflanze mit den Wurzeln voran in den Boden rammen, sondern ähnlich wie im Garten mit den Fingern ein kleines Loch vorbohren und anschliessend wieder zugraben. Aufsitzerpflanzen, welche an Wurzeln oder Steinen anwachsen, können mit einem Kunststoffdraht oder mit Nylonschnur am Untergrund befestigt werden.
! Nicht an den Pflanzen sparen. Lieber ein paar Wasserpflanzen
mehr kaufen als zu weinige. Je mehr Wasserpflanzen, desto sicherer und schneller
kann die Grundlage für den Fischbesatz geschaffen werden.
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